Professionelle Bildproduktion
Echt, wo Echtheit zählt. KI, wo sie Möglichkeiten erweitert.
Die Aufgabe bestimmt das Werkzeug — nicht die Technologie
Ich verstehe generative KI nicht als Ersatz für Fotografie, sondern als zusätzliches Werkzeug professioneller Bildgestaltung. Wo Authentizität entscheidend ist, fotografiere ich. Wo generative Verfahren einen gestalterischen oder wirtschaftlichen Mehrwert schaffen, setze ich sie gezielt ein. Und wo beides sinnvoll zusammenkommt, entwickle ich hybride Bildproduktionen.
Ich bin Fotograf, kein Jurist und kein KI-Evangelist. Ich kann aus der Praxis sprechen — und genau das gebe ich hier so klar wie möglich weiter.
Fünf Wege, ein Ziel: das richtige Bild
Jede Aufgabe hat ihren passenden Produktionsweg. Diese fünf Stufen beschreiben, wie ich arbeite — von der klassischen Fotografie bis zur vollgenerativen Bildwelt.
Klassische Fotografie
Reale Menschen, reale Unternehmen, reale Maschinen, reale Situationen. Vor Ort fotografiert.
Kennzeichnung: nicht erforderlich
Klassische Postproduktion
Farbe, Kontrast, Retusche, Freistellung, Composing mit klassischen Verfahren.
Kennzeichnung: nicht erforderlich
KI-gestützte Bildbearbeitung
KI als Werkzeug in der Postproduktion: Erweiterungen, Formatadaptionen, unterstützende Retusche.
Kennzeichnung: je nach Eingriff
Hybride Bildproduktion
Reale Fotografie gezielt kombiniert mit generativ erzeugten Elementen und Bildwelten.
Kennzeichnung: ja — transparent
Vollgenerative Bildwelten
Vollständig generativ entwickelt — wo Fotografie nicht nötig, nicht möglich oder unverhältnismäßig wäre.
Kennzeichnung: immer
Die fünf Stufen sind keine Rangfolge. Stufe 5 ist nicht „moderner“ als Stufe 1 — es sind unterschiedliche Werkzeuge für unterschiedliche Aufgaben.
Mitarbeiterporträts & Teamfotos ↓
Employer Branding & Recruiting ↓
Unternehmensreportage & Produktion ↓
Kampagnen-Bildwelten ↓
Produktvarianten & Formatadaptionen ↓
Konzept- & Symbolmotive ↓
Wo Echtheit Teil der Aussage ist, bleibt Echtheit erhalten
Mitarbeiterporträts, Recruiting, Unternehmensreportagen, Geschäftsführung, People at Work: Hier ist das Bild ein Versprechen. Generative Verfahren dürfen keine Unternehmensrealität erzeugen, die es nicht gibt. Deshalb gilt bei mir: Echte Menschen bleiben echt.
„Auch in der Business-Fotografie und im Corporate-Bereich sollten die portraitierten Mitarbeiter immer authentisch und echt abgebildet sein.“
BFF — Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter, Juli 2026
Transparenz ist Teil der Leistung
Sie wissen bei jedem Bild, wie es entstanden ist. Ihre Bilder werden nicht als KI-Trainingsmaterial verwendet. Relevante generative Veränderungen dokumentiere und kennzeichne ich.
→ So setze ich das praktisch um: der rechtssichere Bildworkflow
Kennzeichnung — was gilt seit August 2026?
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten des EU AI Act (Art. 50). Kennzeichnungsfrei: Farbkorrektur, Schärfung, kosmetische Retusche. Kennzeichnungspflichtig: wesentliche KI-Veränderungen und vollgenerative Motive. Verantwortlich ist, wer die Inhalte erstellt.
Stand: August 2026 · Orientierung aus der Fotopraxis, keine Rechtsberatung
→ Kennzeichnung in der Praxis: Photoshop & Lightroom rechtssicher einstellen
Bildproduktion
Unsicher, welcher Weg zu Ihrer Aufgabe passt?
Genau dafür gibt es den Bildstrategie-Check: eine ehrliche Einschätzung, was Ihre Kommunikation braucht — und was nicht.
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